Mir Mohammedi Stiftung

 

 

 

 

 

Mir Mohammedi Stiftung

 Menschenrechtszentrum Karlsruhe e. V.

Durlacher Allee 66

76131 Karlsruhe

    

                         Förderung der Völkerverständigung

                                              Verwirklichung der Menschenrechte

 

 

  Erdbeben im Bam … |

 

 

 

 

 

Erbeben im Bam ...

Durch das schwere Erdbeben in der Stadt Bam, gelegen in der Provinz Kerman im Südosten des Iran, kamen am zweiten Weihnachtsfeiertag 2003 nach amtlichen Angaben 41.000 Menschen ums Leben. Ihre Zahl dürfte aber tatsächlich weitaus höher liegen. Der Wiederaufbau der Stadt, die einst 100.000 Einwohner zählte, kommt nur schleppend voran. Etwa 70 Prozent der neuen Stadtteile wurden zerstört.

Die Zerstörung des historischen Bam ist ein schwerer Schlag für die historische Identität des Landes. Die einst von einer hohen, gezackten Umfassungsmauer umgebene und von einer mächtigen Zitadelle überragte mittelalterliche Stadt hatte für viele iranische, aber auch einige internationale Filme als imposante Kulisse gedient. Gegründet wurde die Stadt vor mehr als 1.500 Jahren unter der Dynastie der Sassaniden. Als Tourismusmagnet stellte die sog. „Geisterstadt“ einen erheblichen Wirtschaftsfaktor der Region dar. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde die Zitadelle durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, um ihren Wiederaufbau zu sichern.

Damit nicht nur eine „ästhetische Wunde“ durch die Wiederrichtung eines historischen Stadtbildes geschlossen wird, sondern auch die Wunden der zahlreichen Opfer heilen, bedarf es noch tatkräftiger und nachhaltiger Hilfen. Denn schon im Juli 2004 sorgte ein weiteres Beben für erneute Zerstörungen.

Die Ereignisse von Bam nehmen auch eine Schlüsselstellung in der Gründungsgeschichte der Mir Mohammedi Stiftung ein. Da sich die Katastrophe nur wenige Tage nach dem Tod des Namensgebers der Stiftung ereignete, gab sie gleich Anlass zu einer spontan organisierten großen Veranstaltung und ersten Sammelaktion für die Erdbebenopfer.